Joachim König:
Der Sinn des Lebens

Als ehemaliger Bordellbesitzer beschreibe ich den Sinn des Lebens. Aber wer über den Sinn des Lebens schreibt, muss auch über den Tod etwas schreiben, beziehungsweise über das Sterben schreiben. Das geschieht mit einer Textzitierung von Udo Reiter, dem ehemaligen Intendanten des Mitteldeutschen Rundfunks, aus seinem Buch. Udo Reiter erschoss sich nur ein paar Monate, nachdem er sein Buch veröffentlicht hat.


Wenn wir über den Sinn des Lebens von uns Menschen nachdenken und etwas herausfinden wollen, dann müssen wir auch über den Sinn des Lebens von Tieren nachdenken, denn der Mensch ist auch ein Tier und wir sollten vielleicht auch darüber nachdenken, ob nicht Mann und Frau einen unterschiedlichen Sinn in ihrem Leben erkennen, der schlussendlich, aber dann gemeinsam, nur zu einem einzigen Sinn des Lebens zusammenführt. Über den Sinn des Lebens von Frauen sollten Frauen nun selbst schreiben, über den Sinn von vielen Männern, den sie in ihrem Leben erleben oder im Alter eher keinen Sinn mehr erleben, werde ich schreiben.

Ich komme zurück, dass ich schrieb – denn der Mensch ist auch ein Tier – wissenschaftlich ausgedrückt heißt es deshalb, die Macht der Gene sitzt in einem spiralförmigen Molekül im Zellkern der DNA. Zirka drei Milliarden Bausteine beim Menschen sind in 46 Chromosomen verpackt. Schimpansen unterscheiden sich nur in zirka 1 % ihres Erbgutes vom Menschen. Der Gorilla ist viel weiter entfernt, aber auch mit ihm hat der Mensch noch viel mehr gemeinsam als ihm lieb ist. Man sagt ja für gewöhnlich, der erste Eindruck bleibt immer irgendwie haften. Ich versuche jetzt gerade, einen ersten Eindruck zu vermitteln, der auch tatsächlich haften bleiben soll.

Wir haben nun gerade erfahren, dass wir Menschen uns zu zirka 99 % genetisch gleich erleben mit den Menschenaffen, sprich mit den Schimpansen. Das sollte wirklich jeder wissen. Das heißt dann auch, dass wir Menschen uns verhalten wie Schimpansen, egal, ob es um das Verhältnis männlich-weiblich geht, egal, ob es um eine Gruppenerlebung geht. Deshalb macht ja nun der Bewusstseinsverstand des Menschen Gesetze, die verhindern sollen, dass sich Menschen wie Tiere, wie Schimpansen, erleben, die ja nicht selten auch vergewaltigen – und das ist auch gut so, dass der Mensch durch seinen Bewusstseinsverstand den Affen im Menschen zähmt, unterdrückt, denn gänzlich ausrotten kann der Bewusstseinsverstand die Gene, die Schimpansen und Menschen gemeinsam erleben, nie richtig. Ich warne auch davor, wer versucht, den Menschen durch eine zu drastische Erziehung, ich spreche eher von einer Dressur, ihn zu sehr in die biologische Enge zu treiben, der wird erleben, dass der Mensch genau wie ein Tier dann den verheerenden Angriff nach vorne macht und jetzt blanke Wut, Aggression und Gewalt erleben wird. Das alles muss man wissen, wenn man über den Sinn des Lebens nachdenken will.

Ich zitiere nun einiges von Wissenschaftlern und bekannten Publizisten, alles aus dem Zusammenhang:

Ein Zoologe schreibt z. B.: Wir haben hier von Futterneid über Eifersucht bis hin zu Aggression sehr viele primatentypische Eigenschaften, die wir sowohl bei Menschen sehen wie eben auch bei den großen Menschenaffen. Zitat Ende.

Ich möchte meinerseits an dieser Stelle einfließen lassen, dass auch die Homosexualität dem Menschen mit angeboren wurde, denn auch Tiere wie Menschenaffen erleben sich auch homosexuell.

Ein anderer Wissenschaftler schreibt, als es diesen Fremdenhass damals in Rostock-Lichtenhagen gab, ich zitiere: Fremdenfeindlichkeit ist keine neue Erfindung der Gegenwart. Sie können Fremdenfeindlichkeit auch beobachten bei höheren Primaten, speziell bei Schimpansen, von denen man genau weiß, dass sie unter Umständen in Gruppen gegeneinander kämpfen und dasselbe Verhaltensrepertoire zeigen, wie wir es jetzt in Rostock erleben. Also die Evolution hat schon dies mit hervorgebracht. Zitat Ende.

Um das also noch einmal ganz klar festzuhalten, die Fremdenfeindlichkeit ist uns von unseren Vorfahren, den Menschenaffen, unausrottbar angeboren worden.

Ich möchte dazu einen bekannten Publizisten, einen sehr bekannten Autor, zitieren, und zwar auch aus dem Zusammenhang eines Berichtes, den dieser Autor in der Illustrierten „Stern“ veröffentlichte. Ich zitiere: Eine der traurigsten Eigenschaften von Mensch und Tier ist der Hass auf Fremde und Außenseiter. Alles spricht dafür, dass er uns angeboren ist, dass also die Ausländerfeindlichkeit biologisch keiner Rechtfertigung bedarf, nur ist sie der Rückfall in die schiere Biologie, obwohl wir doch die Chance haben, das Tier in uns durch eine kulturelle Leistung zu zähmen. Zitat Ende.

Ich sage nun, eine kulturelle Leistung verspricht eben deshalb keinen wirklichen Erfolg. Ich habe Themen über Fremdenfeindlichkeit schon geschrieben (siehe meine Startseite auf www.achim-koenig.de). Ich habe nun schon angesprochen, dass Tiere auch vergewaltigen, was dann bei Menschen zumindest biologisch auch gerechtfertigt ist und das Sigmund Freud schon 1904-1905 so beschrieb. Ich zitiere: Die Sexualität der meisten Männer zeigt eine Beimengung von Aggression, von Neigung zur Überwältigung (Vergewaltigung), deren biologische Bedeutung in der Notwendigkeit liegen dürfte, den Widerstand des Sexualobjekts noch anders als durch die Akte der Werbung zu überwinden. Zitat Ende.

Ich behalte mir nun vor, später noch von einem anderen, einem lebenden Wissenschaftler zum Thema Vergewaltigung einiges zu zitieren. An dieser Stelle nun Folgendes: Sollte zufällig ein Wissenschaftler das lesen, was ich bis jetzt geschrieben habe und mir beweisen, dass ich grundsätzlich Falsches geschrieben habe, dann soll er mir das bitte mitteilen. Ich füge das dann am Ende bei. Sollte aber ein Wissenschaftler sagen, grundsätzlich ist das richtig, was ich bisher geschrieben habe und fügt nun ein „aber“ hinzu und meint nun, der Mensch muss sich so nicht erleben, interessiert mich das nicht für mein Thema – den Sinn des Lebens. Wenn nun jemand sagt, ihn interessiert nur der Sinn des Lebens von Menschen, die einen Bewusstseinsverstand haben und sich Menschen deshalb vom Tier so sehr unterscheiden, dass man sie mit etwas Tierischem gar nicht in Verbindung bringen kann, muss ich ihm mitteilen, dass geht gar nicht. Weil der Mensch, wie schon beschrieben, Tier ist, trotz Bewusstseinsverstand, und sogar noch mit völlig anderen Wesensartgefühlen, die Tiere niemals erleben, z. B. erlebt kein Tier Habgiergefühle oder Neidgefühle oder schadensfreudige Gefühle, diese Gefühle erlebt nur der Mensch, nicht das Tier. Und ich sage nun, worüber sich jetzt viele Leser die Haare raufen werden, der Bewusstseinsverstand und die nur menschlichen Gefühle gehören eigentlich gar nicht wirklich zum Menschen. Beides ist nur eine Folgeerscheinung, eine Folgewirkung, die beim Übergang vom Menschenaffen hin zum Menschen per Zufall durch einen einzigen Menschenaffen, wahrscheinlich einem Schimpansen, ausgelöst wurde. Tatsächlich unterscheiden wir Menschen uns vom Menschenaffen, wie schon beschrieben, nur durch unseren Bewusstseinsverstand und durch andere Gefühle, die auch kein Schimpanse erlebt. Dass wir aber diesen nur menschlichen Bewusstseinsverstand erleben, haben wir eher nur einem genetischen Defekt, einem genetischen Unfall, eines einzigen Menschenaffen zu verdanken. So möchte ich es einmal auf meine Weise ausdrücken. Ich möchte es einmal so beschreiben: Bei zunächst eines einzigen Menschenaffen, man könnte von einem Schimpansen ausgehen, bildete sich zunächst ein kleiner Tumor, ein gutartiger Tumor im Gehirn, der zum Bewusstseinsverstand entartete, und dieser genetisch entartete Schimpanse sich dann durch seinen Geschlechtstrieb fortpflanzte und sich zunächst eine kleine neue Gruppe von nun etwas viel mehr schon menschlich erlebten Menschenaffen durch Vererbung entwickelte.

Fakt ist nun, weil wir alle von einem Menschenaffen heraus uns entwickelten, kommen wir alle aus Afrika.

Als dieser einzelne genveränderte Menschenaffe durch Fortpflanzung eine kleine Gruppe bildete, wanderten die neuen veränderten Lebewesen auf alle Kontinente dieser Erde aus nach Europa, wo sie aus Anpassung der neuen Umwelt über Jahrtausende hinweg weiß geworden sind, aber immer noch die Gene des ersten veränderten afrikanischen Urmenschen in sich bis heute erleben. Man dürfte eigentlich gar nicht fremdenfeindlich gegenüber Afrikanern sein, denn die Afrikaner, beziehungsweise einer davon, ist unser Urpapa oder unsere Urmutter. Man spricht ja immer von der afrikanischen Luzie, aus der heraus wir Menschen uns entwickelten. Auf alle Fälle sind nun auch Gruppenmitglieder, diese ersten eher menschenähnlicher Gruppe, auch nach Australien ausgewandert und sind da schwarz geblieben, weil das Klima, die Umwelt, sich von Afrika nicht unterschieden hat und wir deshalb die Ureinwohner von Australien die Aborigines nennen.

Ich weiß, dass die Wissenschaft den Übergang vom Menschenaffen zum Menschen wissenschaftlich anders beschreiben würde, von der Sache her stimmt aber alles. Aber bleiben wir einmal bei meiner Auslegung. Dieser einzige genetisch veränderte Menschenaffe bleibt nun bis heute ein Einzelfall, denn alle anderen Menschenaffen erleben sich auch heute noch in Afrika genauso wie vor hunderttausenden von Jahren. Menschenaffen wie Schimpansen können heute noch nur den Verstand eines bis zu 3 ½-jährigen Menschen erleben. Unser Bewusstseinsverstand hat also schon eine kleine Vorstufe sozusagen gehabt. Der Bewusstseinsverstand des Menschen, der für viele Menschen unsinnigerweise, fälschlicherweise, ein Beweis ist, kein Tier zu sein, ist ein falscher Beweis. Der Unterschied zwischen dem Verstand eines Schimpansen und dem eines Menschen ist folgender: Der Mensch, der Bewusstseinsverstand, kann anders als Schimpansen aus der Vergangenheit lernen und in die Zukunft hineinplanen. Der Verstand des Menschen kann etwas nach seiner Vorstellung durchführen, das heißt, der Mensch hat einen reflektierenden Bewusstseinsverstand, beziehungsweise der Mensch hat einen Bewusstseinsverstand, der den Menschen zu einer geistigen Person macht, und das kann kein Tier erreichen.

Ich treffe jetzt zwischendurch einmal eine folgenschwere Aussage: Gemäß meiner Darlegung vom Übergang vom Menschenaffen zum Menschen, der darin bestand, dass unser Bewusstseinsverstand rein zufällig, vielleicht durch einen Gendefekt eines Menschenaffengehirns, sich heraus entwickelte, sage ich nun, dass der Sinn des Lebens nicht in dem rein zufällig ererbten Gendefekt stecken kann. Der Sinn des Lebens hat mit unserem Bewusstseinsverstand nichts zu tun, aber auch nichts mit unseren nur menschlichen Gefühlen, die auch kein Tier erlebt, das sind Gefühle, die sich zeitgleich mit dem Bewusstseinsverstand erleben. Ich kann das einfacher ausdrücken: Der Mensch könnte auch ohne seinen Bewusstseinsverstand und ohne seine nur menschlichen Gefühle existieren, leben und sich fortpflanzen. Dann wäre er eben wieder nur Tier. Aber anders herum würde es niemals unseren Bewusstseinsverstand geben, wenn der Mensch nicht die unausrottbar angeborenen tierischen Gefühle, tierischen Wesensartgefühle erleben würde, die ihm durch die Gene von Menschenaffen, denn das sind die wirklichen Vorfahren des Menschen, ihm – wie schon gesagt – unausrottbar angeboren wurden. Außer dass der Mensch heute einen zusätzlichen Bewusstseinsverstand erlebt und zusätzlich nur menschliche Gefühle erlebt, hat sich der Mensch von Anfang seiner zufälligen Menschwerdung bis heute nicht verändert.

Das heißt dann auch, dass alles, was der nicht notwendige Bewusstseinsverstand erfindet und erforscht, wie z. B. einen Ferrari oder eine Mondrakete oder einen Computer oder eine Atombombe oder aber auch Kunstgegenstände, nicht den Sinn des Lebens ausmachen. Der Sinn des Lebens ist nicht zu erklären mit dem, was ein Mensch schaffen kann, was er erfinden und erforschen kann, was für intellektuelle Leistungen er erbringen kann, außer – ich muss jetzt etwas ironisch werden – der Mensch ist fußballverrückt. Das entwickelt solch einen Fanatismus, dagegen ist selbst der Islam mit seiner Religion wie ein Teller kalter Suppe. Wenn ich erlebe, wie Fans und Trainer am Spielfeldrand Schüttelfrost und Gliederzucken erleben, wenn ich erlebe, wie Fans kreischend ausrasten, dann glaube ich tatsächlich, dass sehr viele Menschen, vorrangig natürlich Männer, beim Fußball ihren Sinn des Lebens erleben. Ich glaube, würde man in einer Kirche Jesus vom Kreuz abnageln und stattdessen einen Fußball ans Kreuz nageln, wären die Kirchen wieder voll und sie müssten mehr Dachterrassen anbauen.

Immerhin können wir aber durch Fußball, wo Typen mit einem Ball hin- und herrennen und sich gegenseitig auf die Füße treten, erleben, was für massenhafte Gefühle ausgelöst werden können weltweit und vor allem, was für eine Stärke diese Gefühlen erleben, die ein ganzes Volk in traumatische Zustände versetzen können. Der Verstand guckt dabei nur dumm aus der Wäsche.

Im Übrigen, diese Gefühle, die Fußballfans erleben, sind nur menschliche Gefühle natürlich und keine tierischen Gefühle. Das sind Gefühle wie Begeisterungsgefühle und zu Gefühlen haben Hirnforscher etwas auszusagen, dazu komme ich bald. Ich sage zunächst erst einmal Folgendes: Das Selbsterhaltungstriebgefühl, sprich Nahrungstriebgefühl, ist uns Menschen unausrottbar angeboren  auch dem Tier. Das Geschlechtstriebgefühl, sprich Fortpflanzungstriebgefühl, ist den Menschen unausrottbar angeboren  auch dem Tier. Und das Herdentriebgefühl, sprich das Gruppentriebgefühl, ist dem Menschen unausrottbar angeboren  auch dem Tier. Und wegen diesem Gruppentriebgefühl kann Multi-Kulti nicht funktionieren. Multi-Kulti kennt kein Gruppengefühl, auch nicht, wenn man per Gesetz die Menschen dazu zwingt, denn ob wir mit einem fremden Menschen können oder nicht können, das entscheiden unsere Gefühle, und die sind stärker als der menschliche Verstand.

Diese drei beschriebenen Wesensartgefühle erleben zusammen verträglich den Sinn des Lebens. Das Allerwichtigste ist nun, dass alle drei Wesensartgefühle auch ausreichend befriedigt werden. Das stärkste Wesensartgefühl dieser drei Wesensartgefühle ist das Geschlechtstriebgefühl, und was passiert, wenn dieses Gefühl nicht ausreichend befriedigt wird, beschreibe ich bald durch die Wissenschaft.

Fakt ist, ich wiederhole noch einmal, der Sinn des Lebens ergibt sich ganz einfach nur durch Gefühle, die ihn antreiben zum Leben und Überleben. In dieser gefühlsmäßigen Antriebskraft steckt der Sinn des Lebens drin. Dabei gibt es nun eher gute und eher schlechte Wesensartgefühle, die einen Menschen antreiben. Es gibt, wie gesagt, die tierischen Wesensartgefühle, die Menschenaffen und Menschen zu 99 % gleich erleben, und es gibt die nur menschlichen Wesensartgefühle, die überwiegend alles schlechte Wesensartgefühle sind, außer das Mitleidsgefühl und die Liebe. Beide Gefühle erleben keine Tiere. Deshalb hatte schon der Philosoph Arthur Schopenhauer vor zirka 200 Jahren den Menschen auch eher als schlecht beschrieben denn als gut.

Und ich sage jetzt einmal vorwegnehmend, dass Gefühle die eigentliche Macht über uns Menschen haben und bestimmen, wo es lang geht. Es ist nicht unser Bewusstseinsverstand, der über uns Menschen so richtig bestimmen kann. Ich zitiere, wie gesagt, später Hirnforscher, die dazu etwas herausgefunden haben. Und dass Gefühle stärker sind als Verstand und Vernunft beweist ja unser Leben. Denn wir leben und überleben, weil wir von Gefühlen getrieben werden. Wir werden nicht getrieben von Verstand und Vernunft. Der Verstand ist gefühlslos, aber er kann Situationen herstellen, wo man zwangsläufig Fremdenhass erlebt und er kann Situationen herstellen, wo man eben keinen Fremdenhass erlebt. Nur so kann der Verstand Einfluss auf die Gefühle von Menschen bekommen. Dazu später mehr.

In unserer heutigen Zeit, im Jahr 2015/2016, stellt der Verstand Situationen her, die Fremdenfeindlichkeit schüren, weil der Verstand Gefühle nicht anerkennt und glaubt, stärker zu sein als Gefühle. Was für ein Irrtum, kann ich da nur sagen. Der Verstand ist blind, er will nicht erkennen, was in Amerika immer noch zwischen Schwarzen und Weißen geschieht. Dieser Rassismus wird nie aufhören und ich kenn diesen Grund, warum das nie aufhören wird. Zwischen Weißen und Asiaten würde es diesen Rassismus so nicht geben. Wer den Grund wissen will, kann mich fragen.

Fakt ist nun, dieser eher zufällig angeborene Bewusstseinsverstand des Menschen entwickelte sich nun als einziges in uns Menschen immer weiter fort, bis zur heutigen Perfektion, über jahrhunderttausenden Jahren hinweg, und ich glaube, aus dem früher eher noch gutartigen Tumor ist heute ein eher bösartiger Tumor geworden, das beschreibe ich bald. Aber die tierischen Wesensartgefühle, die der Mensch auch heute noch erlebt, gemeinsam mit den Schimpansen, haben sich nicht weiterentwickelt und deshalb schrieb der verstorbene Verhaltensforscher und Nobelpreisträger Konrad Lorenz sinngemäß: Der Mensch ist auch heute noch mit den Erbanlagen eines Spätsteinzeitmenschen geschlagen und damit muss er heute noch leben. Zitat Ende. Und das gilt auch für die Fremdenfeindlichkeit. Mir ist es egal, wer jetzt explodiert, wenn er das liest. Im Übrigen erlebt sich dieses Gefühl, genauso wie das Aggressionsgefühl in Männern, viel stärker als in Frauen und wir heute in der Ausländerpolitik tatsächlich ein Problem zwischen Männern und Frauen erleben und dass Männer jetzt noch viel mehr zu Hass, Aggression und Gewalt treibt. Tatsache ist, wir haben generell Probleme zwischen Mann und Frau, was die Gleichberechtigung immer mehr aufdeckt.

Aber bleiben wir zunächst bei der Fremdenfeindlichkeit. Man kann Gene von Mann und Frau nicht soweit zähmen, nicht so weit unterdrücken, dass sie nicht mehr aktiv werden. Darum sage ich nun, an dieser starken Ausländerfeindlichkeit, die zu Gewalt eskaliert, sind auch Frauen schuld, weil sie politisch heute per Gesetz Macht bekommen haben, aber dennoch keine Macht haben, sich gegen gefühlserlebende Männer durchzusetzen. Am Ende bleiben Frauen immer nur Opfer.

Ich möchte jetzt einmal den männlichen Politiker erleben, der mir beweisen kann, dass ich etwas Falsches geschrieben habe. Ich bin gespannt. Ich bin gespannt, ob irgend ein männlicher politischer Heuchler die Heuchelei aufdeckt, die der Philosoph Arthur Schopenhauer schon vor zirka 200 Jahren beschrieb, ich zitiere sinngemäß: Die Heuchelei ist anerkannter gesellschaftlicher politischer Umgang, weil die Heuchelei wie ein dicker Vorhang alles dahinter verstecken kann, was so garstig und widerlich ist, was die Menschen am liebsten nie erfahren dürften. Zitat Ende.

Also noch einmal: Alle drei tierischen Wesensarttriebgefühle, wie Selbsterhaltungstriebgefühl, wie Gruppentriebgefühl, wie Geschlechtstriebgefühl, ergänzen sich gegenseitig. Dies drei tierischen, unausrottbar angeborenen Wesensarttriebgefühle, die schon Menschenaffen wie Schimpansen vor der Menschwerdung in sich erlebten und den späteren Menschen dann vererbt wurden, haben nichts mit den nur menschlichen Wesensartgefühlen zu tun, die sich bei der Menschwerdung, genau wie der Bewusstseinsverstand, erst langsam entwickelten.

Sollte nun nur eine dieser drei tierischen Wesensartgefühle, deren Auslegung für den Sinn des Lebens notwendig sind, nicht ausreichend befriedigt werden, ja sogar blockiert werden, dann werden Hassgefühle, Aggressionsgefühle und Gewalt erlebt werden. Das heißt, Hass, Aggression, entsteht immer erst danach, also nach einem Grund, das ist sehr wichtig, zu wissen, dabei ist es egal, ob der Grund, der Hass und Aggression erst auslöst, durch den Bewusstseinsverstand und der Vernunft einsichtig ist, verständlich ist oder verurteilungswürdig ist.

Ich beschreibe einmal einen einsichtigen Grund: Wenn unser Nahrungstriebgefühl durch Not und Elend nicht mehr richtig befriedigt werden kann, dann wird Hass, Aggression und Gewalt ausgelöst. Ich beschreibe das einmal mit den Worten von Wissenschaftlern. Ich zitiere: Den Menschen zu predigen, liebt euch wie Bruder und Schwester, hat wenig Chancen. Solange die sozialen Perspektiven nicht gegeben sind, bricht der alte Adam immer wieder unweigerlich durch. Zitat Ende. Das heißt, um es noch einmal auszudrücken, Not und Elend erzeugen Hass, Aggression und Gewalt. Wer Hass, Aggression und Gewalt verhindern will, muss immer den Grund, der zu Hass, Aggression und Gewalt eskaliert, verhindern und das ist fast unmöglich und deshalb erleben wir vordergründig nur, dass Menschen hasserfüllt, aggressiv und gewalttätig sind und sagen, so ist der Mensch nun mal. Denn egal, ob Ulrike Meinhof, Mutter einer Tochter, Menschen tötete und zur Terroristin gebrandmarkt wurde, und egal, ob am 11. September in New York die Wolkenkratzer in Schutt und Asche geflogen wurden, es gab dafür immer vorher Gründe, egal, ob man sie akzeptiert oder auch verurteilt.

Ich schrieb nun anfangs, dass der Sinn des Lebens für einen Mann einen anderen Sinn ausmacht als der Sinn des Lebens einer Frau. Fakt ist, dass die Natur den Mann aggressiver und stärker geschaffen hat als die Frau, erlebt durch einen unterschiedlichen Hormonhaushalt von Mann und Frau, durch Gene. Ich möchte einmal zu der stärkeren Aggression des Mannes auch Wissenschaftler zitieren:

Wir müssen uns begreifen als Wesen, die im Verlauf einer langen Stammesgeschichte geformt worden sind. Wir sind alle, ganz egal, wo wir wohnen, ob in Afrika oder in Asien oder in Deutschland, Nachfahren von Männern und Frauen, die erfolgreich waren, die überlebt haben, die genug Nachkommen hatten und sich auf diese Weise durchgesetzt haben. Und dazu gehörte, territorial zu sein, sich selbst, seine kleine Familie, seine Gruppe, sein Dorf, seine politische Allianz, zu rechtfertigen. Und dazu gehört ein gewisses Maß an Aggressionsfähigkeit. Und das steckt in uns drin, in Männern übrigens wesentlich mehr als in Frauen. Und da können Sie schon wieder einmal sehen, wie mächtig die Gene doch sind. Zitat Ende.

Genau das habe ich zuvor beschrieben. Also, liebe Leser, ich mache darauf aufmerksam, dass ich überwiegend nur das wiedergebe, was ich durch die Wissenschaft erfahren habe. Das, was ich eben zitiert habe, beweist aber auch, Frauen können sich gegen Männer nicht wirklich durchsetzen. Selbst die klügsten Karrierefrauen dieser Welt können diesen verdammten Hass, diese Aggression, diese Mordgewalt von Männern auf diesem Planeten nicht stoppen oder verhindern. Frauen sind halt die besseren Menschen. Sie schützen eher Leben, bedingt schon alleine durch ihren Brutpflegetrieb, und Männer zerstören Leben.

Deshalb frage ich: Gibt es für Frauen einen anderen Sinn des Lebens? Vor allem, was die Geschlechtstrieberlebung von Mann und Frau anbelangt, erlebe ich den größten Unterschied zwischen Mann und Frau. Aber in dieser Geschlechtstrieberlebung, mit anschließender Aufzucht der Brut, erkenne ich den wahren Sinn des Lebens. Für mich ist das Geschlechtstriebgefühl, der sogenannte Fortpflanzungstrieb, von allen drei genannten Wesensartgefühlserlebungen das stärkste, das wichtigste Gefühl. Dazu möchte ich zunächst wieder einmal die Wissenschaft zu Wort kommen lassen und zitiere aus dem Zusammenhang:

Die Sexualität ist unsere produktivste und aktivste Lebensfunktion. Sie ist Motor und Antrieb unserer Existenz. Durch Störungen werden ungeheuere Energien blockiert. Aber diese Energien, die stärksten, die wir haben, sind damit keineswegs unwirksam. Sie stauen sich. Sie drängen nach Auswegen. Sie können sich auch gegen den eigenen Körper richten. Wo sexuelle Energie sich natürlich entladen kann, schwindet die Angst, wächst das Selbstbewusstsein. Aber wo die sexuelle Energie sich aufstaut, sucht sie nach Ventilen. Eines dieser Ventile ist die Depression. Aber sichtbarer als bei der Umwandlung der Sexualenergie in Depression und Selbstzerstörung wird diese Kraft, wenn sie sich ein Ventil nach außen sucht. Dann schlägt sie um in Aggression und Wut und Hass, in Zerstörungsdrang. Wer daran zweifelt, führe sich einmal vor Augen, dass der Sexualtrieb der stärkste Trieb ist, der uns Menschen innewohnt und dass die Sexualität die stärkste Kraft ist, über die wir verfügen, man könnte auch sagen, die über uns verfügt. Zitat Ende.

Und wenn wir nun von einem Geschlechtstrieb gerade erfahren haben, dessen Störung zu Hass, Aggression, Wut und Zerstörungsdrang führt, kann man getrost davon ausgehen, dass damit vorrangig der männliche Geschlechtstrieb gemeint ist.

Ich stelle jetzt einmal eine ziemlich blöde Frage: Was ist stärker in einem Mann? Sein Geschlechtstriebgefühl oder sein Kinderwunschtriebgefühl? Spaß beiseite. Wie ich schon aus der Prostitution heraus bei meinem Thema „Männliche Sexualität – Weibliche Sexualität“ geschrieben habe, erleben Männer eine andere Sexualität als Frauen (siehe meine Startseite). Das Entscheidende bei diesem Unterschied ist, dass der Mann durch das Beschauen der weiblichen Geschlechtsorgane die stärkste sexuelle Erregung erlebt. Das hatte auch schon 1904/1905 Sigmund Freud genauso beschrieben. Vor allem aber erlebt der Mann eine anfänglich, ich betone ausdrücklich, eine anfängliche, sehr aggressive Sexualität, die bei eventuellem Widerstand der Frau zu einer Vergewaltigung führen kann. Deshalb schrieb auch schon Sigmund Freud 1904/1905, ich zitiere: Dass Grausamkeit und Sexualtrieb immer zusammengehören, lehrt uns die Kulturgeschichte der Menschheit. Zitat Ende. Der Mann, der jetzt diese anfängliche Sexualität erlebt, möchte nun dringendst diesen Trieb durch die Frau, die ihn gerade so erregt hat, manchmal sogar unbewusst, abreagieren, und nichts anderes hat der Mann in diesem Moment im Sinn. Hier bestätigt sich der Spruch: Steht die Pfeife, ist der Verstand im Arsch.

Ich glaube, dass ich nicht zu erwähnen brauche, dass vor allem sich junge, triebstarke Männer so erleben. Auf alle Fälle springt der Mann jetzt nicht vor Freude bei seiner Triebabreaktion in die Luft und schreit: Hurra, ich mache jetzt ein Kind. Wenn das tatsächlich so wäre, dass der Mann bei seiner Triebabreaktion ständig ein Kind im Kopf hätte, das er gerade zeugen könnte, dann würde ihm wohl eher der Schwanz nach innen wachsen. Wir wissen doch alle als Mann, dass man immer hinterher fragt: Hoffentlich ist nichts passiert. Das heißt nun, die Natur ist sehr hinterlistig, damit die Natur ihren Willen durchsetzen kann, nämlich das Überleben einer Spezis zu gewährleisten, hat sie den Mann mit diesem starken Geschlechtstrieb ausgestattet, der den Mann völlig bekloppt macht und als Nebenwirkung einer starken Geschlechtstriebbefriedigung nun Nachkommen erzeugt werden. Und damit erlebt die Natur tatsächlich einen Teil des Sinns des Lebens. Den anderen Teil des menschlich wie tierischen Sinn des Lebens erfüllt nun das Muttertier, genauso, wie die menschliche Frau, und ich bleibe zunächst beim Tier.

Ich erlebe nun durch Tiere etwas fast Göttliches, was wir Menschen gar nicht so richtig in uns aufnehmen. Aber diese Muttertiere schützen zumindest ihre Brut, die noch nicht alleine überlebensfähig ist. Das heißt, Tiere, die keinen Bewusstseinsverstand und keine menschliche Vernunft erleben, verteidigen und schützen hilflose Tiere, oft durch den Einsatz ihres eigenen Lebens. Wenn also jemand sagt, Gott hat die Natur erschaffen und meint damit dieses brutpflegetriebhaftige Wesensartgefühl, dann hat er recht.

Das heißt, noch einmal anderes ausgedrückt, kein Bewusstseinsverstand, keine Vernunft, fordert diese Muttertiere auf, hilfloses Leben zu schützen und es aufzuziehen. Wobei man aber auch anmerken muss, dass ein Muttertier seine Aufgezogenen dann, wenn sie selbst überlebensfähig geworden sind, verstößt. Das heißt, Tiere können nicht lieben. Bei der Menschfrau ist das etwas anders. Auch die Menschfrau, die ja auch Tier ist, erlebt anfänglich, ich betone, anfänglich, auch diesen schützenden Brutpflegetrieb und zieht ihre Brut mit ihrer Körperflüssigkeit, mit der Muttermilch, auf, die sie eigens dafür produziert. Aber dieser Brutpflegetrieb wandelt sich bald in einen eher menschlichen Fürsorgetrieb um, aus dem dann auch die Liebe zum Kind wachsen kann oder auch nicht. Zum Thema Liebe habe ich etwas geschrieben (siehe meine Startseite). In der Regel verstoßen Menschmütter ihre Kinder nicht, wenn sie selbst überlebensfähig geworden sind. Ohne diese Muttergefühle, ohne diesen anfänglichen Brutpflegetrieb, den auch, wie gesagt, Tiere erleben, könnten wir niemals den Sinn des Lebens richtig beschreiben.

Der Sinn des Lebens ist hiermit mit einem Satz beschrieben. Die Natur hat den Mann mit einem Geschlechtstriebgefühl ausgestattet, der nur darauf ausgerichtet ist, sich schnellst möglich durch eine Frau abzureagieren und als Nebenwirkung dann Leben gezeugt wird und die Menschfrau wie ein Muttertier ihre Brut dann schützt und aufzieht, wozu kein menschliches Gesetz, das der Bewusstseinsverstand verkündet, die Frau dazu zwingt. Dieses Brutpflegetriebgefühl hat ihr die Natur aufgezwungen.

Das war es, damit ist der Sinn des Lebens beschrieben. Aber nun gibt es natürlich Zweifler, die sagen, das ist doch alles Blödsinn, denn der Sinn des Lebens kann nur durch den Bewusstseinsverstand des Menschen erlebt werden und sagen, Tiere ohne Bewusstseinsverstand, die fressen, sich fortpflanzen und dann gefressen werden, erleben keinen Sinn in ihrem Leben. Und darüber werden wir natürlich nachdenken. Wobei ich noch einmal anmerken möchte, dass es den Bewusstseinsverstand, der jetzt sagt, ein tierisches Leben ergibt keinen Sinn im Leben, gar nicht erst geben würde, wenn sich der Mensch nicht genauso, fast genauso, erleben würde wie ein Tier, nämlich essen, sich fortpflanzen dann sterben (nicht gefressen werden). Man könnte also ironisch sagen, weil der Mensch sich so erlebt wie ein Tier, wird der Bewusstseinsverstand immer weiter existieren, auf den der Mensch so stolz ist. Also macht doch das tierische Leben, das auch im Menschen steckt, nun einen Sinn. Man könnte sagen, der Sinn des Lebens besteht darin, dass der Mensch durch seine tierischen Wesensartgefühle, den Bewusstseinsverstand, weiter fortpflanzt und weiter entwickelt. Aber darin besteht nun wahrlich nicht der Sinn des Lebens, denn wie schon gesagt, der Mensch als Tier könnte auch ohne diesen Bewusstseinsverstand leben und überleben.

Aber zunächst möchte ich noch einmal auf die Vergewaltigung zurückkommen und zitiere, wie schon angekündigt, wieder einen Wissenschaftler aus dem Zusammenhang: Kaum eine menschliche Verhaltensstruktur scheint unseren Verwandten (Menschenaffen) fremd. Auch Vergewaltigungen, Aggressionen gegenüber Artgenossen, Frauenraub, Kindstötung, ja Krieg und Mord im Sinne vorsätzlicher Tötung, gibt es bei Tieren wie Menschenaffen. So ist unzweifelhaft, dass auch wir Menschen genetische Grundmuster für alle diese Verhaltensweisen haben und deshalb so verbreitet sind – und nun aufgepasst, jetzt kommt der Bewusstseinsverstand des Menschen ins Spiel – den ich als zufällige Folgewirkung des Überganges vom Menschenaffen hin zum Menschen beschreibe.

Der Wissenschaftler, der gerade beschrieb, dass wir Menschen die genetischen Grundmuster, die tierischen Verhaltensweisen, wie z. B. Vergewaltigung, als biologisch normal erlebend erleben, schreibt nun weiter fortführend, ich zitiere: So muss sich der Mensch in seiner jeweiligen Kultur Regeln und Normen geben, damit er sich möglichst human gegenüber seinen Mitmenschen verhält und Erziehung und Strafandrohung sollen gewährleisten, dass diese Regeln auch eingehalten werden. Dabei ist der Erfolg in jeder menschlichen Gesellschaft immer begrenzt gewesen und wird es bleiben, weil die biologischen Wurzeln immer wieder durchschlagen werden. Zitat Ende.

Das heißt, eine kulturelle Leistung ist keine 100 %-ige Garantie, dass die Biologie nicht durchschlägt. Was sagt uns nun das? Das heißt, der Bewusstseinsverstand versucht, uns Menschen, sprich uns Männer, zu erziehen und zu dressieren, dass er sich nicht wie ein Tier verhalten soll, dass er nicht vergewaltigen soll und das ist in der Tat eine gute Sache. Fakt ist aber auch, dass wir gerade erfahren haben, dass der Verstand des Menschen alleine keine Durchsetzungskraft hat, weil der Bewusstseinsverstand eben kein Gefühl ist. Nur Gefühle können sich wirklich durchsetzen oder aber der Verstand arbeitet zusammen mit dem Gefühl und dieses Gefühl heißt Angst. Nur wenn uns eine harte Strafe droht, wie zum Beispiel Urlaub im Gefängnis, kann der Verstand allenfalls das durchsetzen, was er durchsetzen will. Nur mit dem Gefühl Angst kann der Verstand uns Menschen dressieren, genauso wie Menschen Tiere mit Futter dressieren. Und wenn wir nun erfahren, dass sich der Verstand alleine nicht gegen den Menschen durchsetzen kann, dann hat der menschliche Bewusstseinsverstand auch nichts mit dem Sinn des Lebens zu tun und deshalb kann auch alles nichts zum Sinn des Lebens beitragen, was dieser Bewusstseinsverstand erfindet und herstellt, selbst wenn es sich um Kunst handelt. Dennoch sind die nur menschlich erlebten Gefühle, die kein Tier erlebt, auch immer noch stärker als der Verstand und die Vernunft und deshalb wird es einen wirklich richtigen Sozialismus, der eine gute Gesellschaftsform ist, nie geben. Denn der Egoismus des Menschen ist ein eigennütziges Gefühl und der Philosoph Arthur Schopenhauer schrieb schon vor zirka 200 Jahren sinngemäß, ich zitiere: Der menschliche Egoismus ist kolossal, er überragt die Welt, alles für mich und nichts für den anderen ist sein Wahlspruch und weil kein Tier so ist, ist der Mensch auch weniger tierisch, dafür umso mehr teuflisch. Zitat Ende.

Dass Gefühle, tierische wie menschliche Gefühle, stärker sind als Verstand und Vernunft, haben Hirnforscher herausgefunden. Ich zitiere endlich aus dem Zusammenhang aus einer Apothekenumschau:

Freude und Trauer, Liebe und Hass, Wut und Angst, Zorn und Ekel, Begeisterung, sexuelle Erregung, Aggressivität, Angespanntheit, Glück und Furcht, Gefühle haben die eigentliche Macht darüber, wie wir etwas erleben und wie wir handeln. Vernunft und Verstand prägen das menschliche Verhalten in viel geringerem Ausmaß als wir gemeinhin vermuten. Wir haben über unsere Gefühle keine willentliche Kontrolle. Zitat Ende.

Das ist eine sehr wichtige Feststellung, denn wenn der Verstand und die Vernunft schwächer sind als die Gefühle, dann frage ich mich, was für einen Sinn des Lebens sollte dann der Verstand überhaupt auslösen?

Ich möchte noch einmal versuchen – durch einen eher scherzhaften Vergleichsversuch – zu beweisen, dass die nur menschlich erlebte Gefühle wie Neid, Schadensfreude, Habgiergefühle, Egoismusgefühle, Genusstriebgefühle, aber auch die guten Mitleidsgefühle und auch die Liebe, die also kein Tier erlebt, genauso der Bewusstseinsverstand des Menschen, nichts mit dem Sinn des Lebens zu tun haben, indem ich eine vollkommen utopische Situation beschreibe.

Stellen wir Männer uns einmal vor – natürlich alles erlebt in den jungen triebstarken Jahren – dass man ganz alleine auf diesem Planeten ist, beziehungsweise als einziger Mensch überlebt hat, wegen meiner noch mit einem Freund, und wir könnten nun alles genießen, was der Bewusstseinsverstand erfunden hat. Wir könnten in jeder Villa leben, könnten die PS-stärksten Sportautos fahren, könnten jede Yacht benutzen, klassische Musik hören und Kunstgegenstände bewundern, aber nichts von alledem würde bei einem jungen Mann lebensbejahende Triebgefühle auslösen, die wirklich Sinn machen, zu leben. Aber wenn wir als Beispiel mit einer attraktiven Frau auf eine – wie sagt man so schön – einsame Insel verschlagen werden würden, ohne all das, was der Bewusstseinsverstand jemals erfunden hat, also ohne alle gefühlslosen Luxusgegenstände, ohne Villen, ohne die teuersten Sportwagen, ohne Internet, dann würde man trotz alledem die stärksten lebensbejahenden Gefühle erleben mit der Frau, die ein Mensch überhaupt erleben könnte. Es würde dann ganz einfach wieder Sinn machen, zu leben. Und weil ich nun einmal so bin wie ich bin, stelle ich mir gerade einen armseligen Tellerwäscher vor, der nicht bis drei zählen kann, zusammen mit einer attraktiven Karrierefrau auf einer einsamen Insel, die ansonsten Macht über männliche Untergebene hat und diesen Anweisungen erteilte, die sich nun aber trotz alledem bücken muss, weil der Tellerwäscher das so will. Auf dieser Insel gibt es nun mal keinen Justizminister Maas, der einen Mann schon einsperren will, wenn er eine Frau auch nur schief anguckt. Das heißt, das Gesetz, das sie in der Zivilisation weit weg von der Insel schützt, kann sie gegen diesen armseligen Tellerwäscher jetzt nicht durchsetzen. Diese Frau ist jetzt das Opfer dieses Tellerwäschers. Das ist aber nur eine Vorstellung, wie gesagt.

Wir alten Säcke, damit meine ich mich und meine gleichaltrigen Freunde, die noch übrig geblieben sind und selbst nur noch auf den Tod warten, der sich schon mal einen Parkplatz sucht, und wir uns heute eher lebendig tot fühlen und allenfalls wieder mit der Modelleisenbahn spielen oder Bierdeckel sammeln oder auch einen Ferrari kaufen, obwohl man im Rollstuhl bequemer sitzen kann, und wir uns wundern, warum der Schwanz immer kleiner wird und nur noch über Potenzmittel diskutiert wird, aber keines von diesen Dingern einen die Lust wieder zurückbringt und der Motor, der sexuelle Antrieb zum Leben, immer mehr aussetzt und es keine Ersatzteile dafür gibt und wir keinen Steifen mehr bekommen, wenn wir wie früher einer Frau der Rolltreppe unter den Rock geschaut haben und das heute höchstens genauso sexuell erregend ist als wenn in China gerade ein Sack Reist umgefallen ist, wir denken nun oft über den Sinn des Lebens nach und welchen Sinn das Leben für uns Alte heute noch hat. Und nur wenn man am Ende des Lebens ist, weiß man, was für einen Sinn das Leben gehabt hat und immer haben wird. Ich sage, wir Alten haben den Sinn des Lebens erkannt.

Zusammenfassend sei noch einmal gesagt, dass es ein tierisches Leben in uns Menschen gibt, erlebt durch die Befriedigung von drei Haupttriebwesensartgefühlen, wie Nahrungstriebbefriedigung, wie Herdentrieb beziehungsweise wie Gruppentriebbefriedigung und natürlich wie Geschlechtstriebbefriedigung, was zur Fortpflanzung von neuem Leben führt.

Dazu kommend ist der Mensch per Zufall im Laufe der Menschheitsgeschichte, im Laufe der Evolution, also auch zu anderen Wesensartgefühlen gekommen, wie z. B. schon beschrieben, das Neidgefühl, Habgiergefühl oder schadensfreudige Gefühl, was alles eher schlechte Wesensartgefühle sind, außer vielleicht das Mitleidsgefühl und die Liebe, und es hat sich ein erweiterter Verstand, ein Bewusstseinsverstand, per genetischem Zufall immer weiter entwickelt. Und nun gibt es Menschen, die sagen, nur der Mensch kann in seinem Leben einen Sinn erleben, indem er etwas herstellt, etwas erschafft, das den Sinn eines menschlichen Lebens ausmacht, indem er etwas erschafft, das Generationen von Menschen überdauert, überlebt. Und das kann kein Tier, weil das Tier keinen Bewusstseinsverstand hat, das heißt also, dass der Mensch, bevor er durch Zufall Mensch erst langsam wurde und er anfangs noch eher mehr tierisch sich erlebte, ein sinnloses Leben erlebte. Ich finde das sehr anmaßend, denn die Natur hat schon vor der Menschwerdung etwas geschaffen, was das eigene Leben überlebt hat, durch die Zeugung neuen Lebens.

Wer nun sagt, der Sinn des Lebens eines Menschen besteht darin, dass er in seinem Leben etwas Sinnvolles erschafft durch seinen Bewusstseinsverstand, dann denken wir darüber einmal nach. Erstens erlebe ich persönlich, dass sich Menschen in ihrem Leben abrackern, um sich vielleicht ein Haus zu bauen oder eine Yacht zu kaufen und dann im Alter, bevor sie alles richtig genießen können, alles wieder verkaufen müssen, weil sie aus Altersgründen alles alleine nicht mehr bewältigen können und feststellen, am Ende war alles sinnlos. Ja, viele meiner Freunde haben durch Geiz in ihrem Leben Geld für das Alter angespart, um sich im Alter ein schönes Leben immer noch leisten zu können und heute sind sie eher lustlos, emotionslos und desinteressiert und erleben langsam den körperlichen Zerfall und stellen nun fest, ein weiteres schönes Leben mit viel Adrenalin kann man sich nicht erkaufen und die Erben, die Jüngeren, warten schon auf die Kohle.

Nun gibt es sehr gebildete Menschen, intellektuelle Menschen, die sagen, der Sinn des Lebens besteht darin, dass man etwas erschafft, was für die Ewigkeit ist, was viele Generationen von Menschen überdauert und dann als Einzelperson ein Denkmal gesetzt bekommt. Selbst wenn man das anerkennen würde, dann würde das bedeuten, dass nur sehr, sehr wenige Menschen den Sinn des Lebens erfahren haben, aber die anderen Milliarden von eher ungebildeten Menschen nicht. Und das kann es ja auch nicht sein und wenn man etwas für die Ewigkeit, erschaffen, erfinden, erforschen will, muss man zunächst immer erst den Menschen erschaffen, ohne den man nicht für die Ewigkeit erschaffen kann. Also liegt der Sinn des Lebens darin, überhaupt erst Menschen zu zeugen, damit sie etwas für die Ewigkeit erschaffen können.

Fakt ist, viele Alte von uns sagen, dass sie heute in diesem Leben nicht mehr jung sein wollten, weil das Leben immer selbstzerstörerischer wird. Wir stellen fest: Die Menschen werden immer intelligenter und deshalb die Not und das Elend immer größer und man eigentlich – ginge es nur nach dem schwachen, gefühlslosen Bewusstseinsverstand und der zweifelhaften Vernunft – eher keine Kinder mehr zeugen sollte. Wir erleben immer mehr Frustration, weil immer mehr Hass, immer mehr Aggression und immer mehr Gewalt und immer größere Flüchtlingsströme, weil das Leben immer mehr lebenszerstörend geworden ist durch immer mehr intelligente Menschen. Das war natürlich alles einmal ganz anders, das muss man schon sagen. Dazu komme ich sofort.

Fakt ist jedenfalls aus der Sicht von vielen von uns Alten, dass der Bewusstseinsverstand, auf den doch alle Menschen so stolz sind, keine Kontrolle mehr über sich selbst hat. Der Bewusstseinsverstand hat nicht mehr das im Griff, was er selbst erfunden und erforscht hat.

Es ist nun sehr schwierig, in Kurzform und vereinfachter Form zu beschreiben, wie sich Menschen heute trotz immer ausgereifterem Bewusstseinsverstand selbst zerstören. Ich versuche es einmal mit einem eher kurzen Überblick.

Im 18. Jahrhundert, Anfang des 19. Jahrhunderts, begann die technische Revolution. Erfindungen und Erforschungsdrang, mit vielen neu geschaffenen Arbeitsplätzen, bescherten bis Mitte des 20. Jahrhunderts, ich nenne sogar mal Jahreszahlen in diesem 20. Jahrhundert, 1960-1970, viel Gutes, was das Leben von Menschen bereicherte. Auch wurden Krankheiten vermindert erlebt, an die man bislang zu früh verstarb. Leider erfand der Bewusstseinsverstand auch moderne Massenvernichtungswaffen zum Töten und gleichzeitig zur Selbstverteidigung. Der Mensch ist einfach durch nur seine erlebten Wesensartgefühle, die kein Tier erlebt, eben viel schlechter als ein Tier. Das Tier tötet nur, um überleben zu können. Der Mensch tötet aber auch aus Habgier. Massenvernichtungswaffen entmenschlichen gefühlsmäßig den Menschen. Man erlebt z. B. keine Mitleidsgefühle. Massenvernichtungswaffen nehmen einem ein schlechtes Gewissen ab und man kann in sehr kurzer Zeit viel mehr Menschen töten als noch zur Zeit im Römerreich. Starben früher 20.000 Menschen auf einem Kampffeld, über mehrere Stunden hinweg, so sterben heute in Sekundenschnelle hunderttausende von Menschen allein durch eine Handbewegung eines Piloten, der mit einem Flugzeug durch den strahlend blauen Himmel fliegt und dabei eine Atombombe ausklingt, die hunderttausende von Menschen tötet. Es ist sehr viel schwieriger, bei einem Kampf Mann gegen Mann dem Gegner ein Auge mit dem Messer auszustechen als eine Atombombe auszuklinken, ohne zu erleben, was sie sofort anrichtet.

Darüber nachzudenken, überhaupt solch eine Waffe zu entwickeln, nur weil man das Wissen dazu hat, kratzt schon ein bisschen an dem schlechten Charakter eines Menschen, aber das dann auch durchzuführen, solch eine Waffe zu bauen, wozu nur der Bewusstseinsverstand im Stande ist, beweist alleine die ganze Schlechtigkeit des Menschen.

Ab Mitte des 20. Jahrhunderts, beziehungsweise ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, begann langsam die Zerstörung des auch angenehmen Lebens. Alles, was der Mensch, der Bewusstseinsverstand, ab 1960/1970 ungefähr erfand, verkehrte sich ins Gegenteil, von gut nach schlecht. Plötzlich hatte der Bewusstseinsverstand nicht mehr das unter Kontrolle, was er jetzt erfand und erforschte. Der Mensch hatte nichts mehr im Griff. Es wurde jetzt angefangen, Arbeitsplätze zu zerstören durch immer mehr intelligente Menschen. Roboter, Computer rotteten die Arbeitsplätze langsam aus. Ich schreibe gleich darüber. Der Mensch heizte seinen Lebenstraum auf durch das, was er erfunden hatte. Er zerstörte unaufhaltsam seine Umwelt. Der Mensch erfand Kernkraftwerke, ohne sicher zu stellen, wo der verseuchte radioaktive Müll hin soll. Die ersten Kernkraftwerksunfälle gibt es auch schon und rundherum ist gesunder Lebensraum für immer zerstört worden und es werden noch viel mehr katastrophale Unfälle passieren, alleine durch nicht erkannte Materialermüdung. Der Mensch baute U-Boote von Kernkraft angetrieben und viele Boote sind abgesoffen. Und wenn die Reaktoren durchrosten, verseuchen sie die Meere und die Fische. Der Mensch kann Cyber-Kriege durchführen. Man kann in einem friedlichen Land in einem Raum gerade sein Mädel vögeln und bei einer Pause schnell mal durch einen Computer eine Drohne aktivieren, um in einem völlig fremden Land dann Menschen zu töten, dann den Computer ausschalten und weitervögeln. Es wird nicht mehr lange dauern, bis Terroristen in der Lage sind, durch einen Cyber-Angriff ihre Ziele zu verwirklichen. Es wird Terroristen geben, die sehr intelligent sind und sich überall in die Systeme reinhäcken können und Kernkraftwerke zu einem Supergau bringen können oder Flugzeuge vom Himmel runterholen können oder die Stromversorgung ausschalten und vieles andere. Nichts hat der Mensch wirklich unter Kontrolle. Wir leben alle auf einem von Menschen, vom Bewusstseinsverstand, erschaffenen Pulverfass.

Kommen wir nun zur neuen Not und neuem Elend durch die Zerstörung von Arbeitsplätzen, durch die Ausrottung von Arbeitsplätzen. Ich möchte dazu nur kurz etwas zitieren von dem amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler Jeremy Rifkin. Ich zitiere aus dem Zusammenhang aus der Berliner Morgenpost:

Im Jahre 2020 werden weltweit nur noch zwei Prozent aller Beschäftigten in Fabriken arbeiten. Die Unternehmen würden dank hochentwickelter Computer und Roboter nahezu ohne menschlichen Einsatz immer produktiver fertigen können. Weiter heißt es: Im nächsten Vierteljahrhundert werden wir praktisch die Ausrottung der Arbeiter erleben. Weiter heißt es: Vor diesem Hintergrund müssen sich Politiker weltweit fragen, was tun mit den Millionen von Menschen, die immer weniger oder gar nicht mehr auf dem Arbeitsplatz benötigt werden. Die Alternative für J. Rifkin ist eindeutig: Der Ärger und die Frustration der Arbeitslosen wird sich in steigende Kriminalität, sozialen Unruhen und extremen politischen Bewegungen Luft machen. Es muss mehr Geld für Arbeitslose und Gefängnisse geben. Zitat Ende.

Was sage ich nun dazu? Ich sage, eigentlich ist es eine gute Sache, dass Maschinen, die Technik, Arbeitsplätze ersetzen und dadurch die Menschen mehr Freizeit haben. Nur es darf keine Freizeit in Armut werden. Das heißt, Maschinen müssen auch dafür sorgen, dass die Menschen, die nicht mehr benötigt werden, sich auch finanziell ihren Lebensunterhalt mit verdienen und das darf auf keinen Fall nur eine Grundsicherung sein. Man muss schon gut leben können davon.

Man könnte nun durchaus die Frage stellen, wer oder was ist an dieser heutigen Armut schuld? Und diese Flüchtlingsströme deshalb nur ausgelöst werden, wenn gleichzeitig die Menschen immer intelligenter werden? Ist die Technik, die Roboter, die hochentwickelten Computer, schuld daran oder das globalisierte Wettbewerbswirtschaftssystem? Man kann schon den Verdacht bekommen, dass dieses Wettbewerbswirtschaftssystem schuld ist, weil – und nun aufgepasst – der Mensch schlechte Gefühle erlebt, die kein Tier erlebt und wir nun wissen durch Hirnforscher, dass die Gefühle die Macht über uns Menschen haben, weit mehr als Verstand und Vernunft.

Ich finde es nun richtig, dass ich jetzt noch einmal Folgendes wiederhole: Schon der Philosoph Arthur Schopenhauer schrieb vor zirka 200 Jahren über das menschliche Egoismusgefühl Folgendes: Der Egoismus ist kolossal, er überragt die Welt, alles für mich und nichts für den anderen ist sein Wahlspruch und weil kein Tier so ist, ist der Mensch deshalb mehr teuflisch als tierisch. Zitat Ende.

Ich frage, was ist wirklich so gut an dem Menschen, der so stolz ist, kein Tier zu sein? Außer seine Mitleidsgefühle und die Liebe hat der Mensch nur schlechte menschliche Wesensartgefühle und der Bewusstseinsverstand und die Vernunft sind sehr fragwürdig, denn sie haben keine Kontrolle, keine Macht über die Gefühle, sowohl über die nur menschlichen Gefühle als auch über die tierischen Wesensartgefühle, die ja der Mensch auch erlebt.

Ich möchte noch einmal zurückkommen auf die Arbeitsplätze. Unsere Politiker, diese verlogenen Typen, schieben alle Schuld der nicht mehr gebrauchten Arbeitskräfte einfach auf die Arbeitslosen selbst ab. Es heißt, die sind zu doof. Sie müssen mehr Bildung und noch mal Bildung erleben. Fakt ist aber nun: Erstens durch mehr Bildung werden noch schneller Maschinen gebaut, die immer mehr Arbeitsplätze zerstören und zweitens, es sind die Jobs, wozu man Bildung braucht, auch schon längst ausgerottet worden zum großen Teil und mit einem Abitur kann man heute höchstens noch Bäcker und Konditor werden oder im Altenheim als Pflegekraft für miesen Lohn arbeiten.

Gerade erfahre ich, dass 3D-Drucker Zahnersatz herstellen können, z. B. schlecht also für die gebildeten Zahntechniker. Ich erlebe gerade, dass man Lkws baut, die ohne menschliche Bedienung fahren, dann ist der Berufskraftfahrer auch zerstört. Ich kann gar nicht alles aufzählen, was für Jobs schon ausgerottet wurden. In den Banken gibt es keine Ansprechpartner mehr. Man hat es nur noch mit Automaten zu tun. In einem Café bekommt man für zwei Euro einen Chip statt einen Kaffee. Den Kaffee bekomme ich nur aus einem Automaten. In Rotterdam, mit dem großen Hafen, transportieren nur noch computergesteuerte Karren die Güter, kein Mensch fährt mehr eine Elektrokarre. Häuser werden heute in einer Woche durch die Technik hochgezogen, wozu man noch 1960/1970 fast ein Jahr brauchte und die Hilfsarbeiter damals, vor allem die Steineträger, genannt Hucker, verdienten damals genauso viel wie ein Arzt. Und um noch einmal auf die Bildung zurückzukommen: Wir sollten nicht vergessen, dass die Aufstände in Ägypten, der sogenannte Arabische Frühling, gerade von den Gebildeten angetrieben wurden, die trotz guter Bildung keine Jobs gefunden haben. Und zuletzt zu diesem Thema das noch: Was hat das noch mit Vernunft zu tun, wenn durch die Globalisierung sich die ganze Welt nur noch um die letzten verbliebenen Arbeitsplätze prügelt und das Land mit den billigsten Löhnen, von denen niemand richtig existieren kann, den Zuschlag bekommt? Was ist das für ein Armutszeugnis für unseren Bewusstseinsverstand und die Vernunft, worauf die Menschen so stolz sind. Ein richtiger Wettbewerb sollte nur durch die besten Produkte der Welt erlebt werden, nicht aber um die billigsten, die niedrigsten Löhne. Aber eines muss ich dem Bewusstseinsverstand schon noch hoch anrechnen: Das Beste, was dieser Verstand durch seine Intelligenz erfunden hat, was unsere lebensbejahenden Gefühle noch mehr anfeuert, das sind Strapse, Nylons und sehr hohe Hackenschuhe!

Wir sind immer noch dabei, den Sinn des Lebens zu erklären. Beziehungsweise, das habe ich schon beschrieben, dennoch stelle ich die Frage, trägt die Erfindung der Pille, die ja auf jeden Fall ein Eingriff in die Natur ist, die meiner Meinung nach eher eine Innenweltzerstörung auslöst statt eine Umweltzerstörung, zum Sinn des Lebens unterstützend bei oder wirkt sie eher zerstörend? Die Pille könnte tatsächlich sich als etwas Gutes erweisen. Die Pille könnte in der Tat das Weltproblem Nr. 1, die Überbevölkerung, stoppen oder sogar zurückführen. Schon alleine deshalb, weil es in Zukunft immer weniger Arbeitsplätze geben wird, ebenfalls verschuldet durch unseren Bewusstseinsverstand, der Computer und immer bessere Roboter erfindet. Aber weil der Bewusstseinsverstand wieder einmal nicht das im Griff hat, was er selbst erfunden hat, funktioniert das einfach nicht. Stattdessen breiten sich die eher zerstörerischen Nebenwirkungen der Pille immer weiter aus. Ich möchte einmal sinngemäß etwas zitieren, das unser verstorbener Bundeskanzler Helmut Schmidt gesagt hat. Ich zitiere, wie gesagt, jetzt sinngemäß:

Die Pille, die Gleichberechtigung, führt zu schweren volkswirtschaftlichen Schäden in Deutschland, weil die Karrierefrauen, mit den guten veranlagten Intelligenzen, ihr schönes Leben lieber ohne Kinder genießen wollen oder zumindest mit zu wenig Kindern, genießen wollen und damit ihre gute veranlagte Intelligenz nicht weitervererben. Derweil die untere Gesellschaftsschicht, mit den weniger guten veranlagten Intelligenzen, viele Kinder zeugen, die dann in das soziale Netz fallen. Zitat Ende – und ich füge hinzu, weil es für die ja keine Arbeitsplätze mehr gibt. Das heißt für mich gewertet, um es noch einmal auszudrücken: Wir Deutsche werden immer bekloppter, weil es weniger intelligente Menschen geben wird. Darüber hinaus ist die Pille, die unser so hochgeschätzter Bewusstseinsverstand erfunden hat, dafür verantwortlich, dass wir Deutsche, beziehungsweise wir weißen mittel- bis nordeuropäischen Menschen, aussterben werden.

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass in zirka 30 Jahren es in den USA mehr Schwarze als Weiße geben wird, weil vor allem die weißen Frauen überwiegend Karriere machen in den USA und deshalb auch ihr schönes Leben eher ohne Kinder oder zumindest mit zu wenig Kindern genießen wollen. Und ich glaube unter Vorbehalt, ähnlich hat sich auch Sigmar Gabriel geäußert zu Deutschland. So nach dem Motto: Fremdenhass zu erleben und sich damit gegen irgendetwas zu wehren, ist sowieso sinnlos. Wir werden sowieso immer weniger werden und sollten jetzt schon gut mit den neuen Fremden zusammenleben, und damit kann er nur die Muslime meinen. Wie gesagt, ich sage das jetzt nur unter Vorbehalt, aber irgendetwas habe ich davon in einer Rede von ihm aufgegriffen. Was S. Gabriel nicht gesagt hat, ist, dass für diese Überfremdung nur unser Bewusstseinsverstand verantwortlich ist, ausgelöst nicht durch eine Naturkatastrophe, sondern ausgelöst durch den Menschen selbst wieder einmal und es eher eine menschlich gemachte Katastrophe ist und dass Überfremdung ganz einfach zu Fremdenhass führen muss, weil Menschen immer versuchen werden, ihre Gruppe zu verteidigen. Das will die Natur so, die in uns steckt.

Die Pille hat dazu auch die Mann-Frau-Beziehung eher belastet statt verbessert. Ich kenne keinen Mann, der sagt, ja, die Pille, die Gleichberechtigung, hat zu einem gemeinsamen besseren Miteinander von Mann und Frau geführt als vor dem Pillenzeitalter. Ein einseitiger Vorteil für Frauen führt meist zu einem Nachteil für Männer und deshalb zu mehr aggressiven und gewaltbereiten Männern gegen Frauen. Für jeden Menschen ganz klar erkennbar erleben wir das jetzt bei der Fremdenfeindlichkeitsdebatte, wo vorrangig politische Karrierefrauen, meistens völlig unbewusst, die Wut, die Aggression, von Männern schüren wegen ihrer Fremdenfreundlichkeit und mir dabei ausgerechnet Alice Schwarzer, die Frauenrechtlerin, einfällt, die von dieser Fremdenfreundlichkeit keineswegs begeistert ist. Ich zitiere Alice Schwarzer aus einem Interview aus dem Zusammenhang: Diese Fremdenliebe, die Verherrlichung des Fremden, ist ein Resultat einer mangelnden Selbstliebe. Zudem hatte Deutschland seit Mitte der 80er Jahre das Mittelalter nach Deutschland importiert. Vor allem der Männlichkeitswahn sei der dunkle Kern des Problems. Zitat Ende.

Darüber hinaus gibt es immer mehr Trennung der Geschlechter statt Zusammenführung, denn die Natur hat Mann und Frau so geschaffen, dass sie sich zwar verschieden erleben, aber sich immer ergänzend gegenüberstehend erleben sollen. Fakt ist, es gibt immer mehr Familienzerrüttungen, worunter am meisten die Kinder leiden durch eine Alleinerziehung. Es gibt noch nicht einmal mehr eine Großfamilie, wo gemeinsam Kinder in einer gruppengefühlten Geborgenheit aufgezogen werden können und Vertrautheitsgefühle erleben. Da haben es die Schimpansen, die aufgezogen werden in ihrer Herde oder in ihrer Gruppe, besser.

Der Mensch braucht die längste Zeit von allen Tieren bis zur Selbständigkeit. Diese Alleinaufgezogenen sind dann in der Pubertät die besten Opfer von fanatischen Islamisten, die Geborgenheit in ihrer Gruppe versprechen, die die Kinder vorher nicht erlebten. Auf alle Fälle nimmt die Aggressivität von Männern zu Frauen zu und immer mehr Männer sagen heute, abgerechnet wird am Schluss und rotten dann ihre ganze Familie aus, einschließlich sich selbst.

Ich zitiere eine dicke fette Überschrift aus der Presse:

Tödliche Scheidung

9.200 Morde und Selbstmorde

Es gibt jedes Jahr mehr Scheidungsopfer als Verkehrstote. Zitat Ende.

Es ist wohl unnötig zu erwähnen, dass durch die Gleichberechtigung sich mehr Frauen von den Männern trennen und es deshalb zu dieser Wut, Aggression und Gewalt kommt. Und ich bin ganz ehrlich, viele Muslime, die ich gut kenne, sagen: Achim, so eine Kultur, so eine Gleichberechtigung wollen wir nicht erleben, aber wir sprechen das nicht öffentlich aus, weil wir uns damit, was Arbeitsplätze anbelangt, nur selber schaden.

Die Pille hat auch die ganze Einstellung eines Mannes zu einer Frau verändert. Hat man früher in einer Frau noch eine gebärende Mutter erkannt und gewertschätzt, wird sie heute mehr als Sexobjekt gewertet und deshalb füllen junge Männer die knapp bekleideten Mädels mit Alkohol regelrecht ab, um ihren Trieb durch diese eher willenlosen Körper abzureagieren, was früher so nicht ganz so oft geschah, da machte man vor besoffenen Frauen, Mädels, einen großen Bogen. Niemand wollte durch solch eine Frau plötzlich zu einem Kind kommen. Auch die Illusion vieler Männer, die glaubten, durch die Pille werden jetzt Frauen, Mädels, genauso geil auf Jungens reagieren, wie wir auf Mädels reagieren, weil ja die Angst vor einer ungewollten Schwangerschaft nun wegfiel, erfüllte sich nicht. Die Frau erlebt ganz einfach eine andere Sexualität als der Mann. Ich als ehemaliger Bordellbetreiber konnte mich natürlich über die Pille nicht beklagten, denn aber der Zeit, als es die Pille gab, gingen verstärkt deutsche Mädels, Frauen, in die Prostitution, auch viele Studentinnen, die sich was dazu verdienen wollten. Und mir ist die Pille für meine Sexualität natürlich auch ein Segen gewesen. Dennoch erkannte ich aber auch die Nebenwirkungen, wie z. B. eine gesteigerte Eifersucht von Männern, die nicht wissen, ob ihre Frau fremdgegangen ist und Gewalt durch Eifersucht ist ein bekanntes Phänomen. Nur für mich stellte das alles kein Problem dar, ich war nie verheiratet in meinem Leben und habe die Nebenwirkungen des Geschlechtstriebes, die den Sinn des Lebens erfüllen durch die Zeugung neuen Lebens, nicht erfüllt. Ich kannte meinen geliebten wunderbaren Vater nur als treuen sorgenden Ehemann meiner Mutter und mir und ich genoss dadurch tiefste gefühlte Geborgenheit. Ich wusste, das schaffe ich nie. Entweder richtiger Vater sein oder gar nicht. Ich habe mich als Kind nicht nur geliebt gefühlt durch die Liebe meiner Eltern, leider starb mein Vater zu früh. Ich habe meine Mutter später zurückgeliebt und sie gepflegt bis zu ihrem Tode.

Ich stelle nun fest, der Mensch ist überwiegend schlecht und man muss sich schon fragen, was für einen Sinn hat eigentlich dieses menschliche Leben, das immer weniger in Ruhe, ohne soziale Probleme ausgelebt werden kann und stattdessen immer mehr Not und Elend, immer mehr Hass und Gewalt, erlebt werden, weil der Bewusstseinsverstand vollkommen die Kontrolle über sich selbst verloren hat. Man fragt sich jetzt: Lohnt es überhaupt noch, neues Leben zu zeugen, das in einer Welt aufwächst, die sich immer mehr zerstört?

Fakt ist, darauf gibt es eine glasklare Antwort. Sie wird von der Natur in uns Menschen beantwortet. Die Natur ist völlig unbeeindruckt von der Schlechtigkeit des Menschen, von der zerstörerischen Umwelt, von der immer größer werdenden Not und dem Elend. Es wird immer wieder neues Leben gezeugt werden, weil bei aller Schlechtigkeit des Menschen der Mann immer wieder dieses geile orgasmuserlebende starke Geschlechtstriebgefühl erlebt und dies das stärkste Triebgefühl ist, was der Mensch überhaupt erleben kann. Ich habe schon einmal geschrieben, dass die Wissenschaft schreibt, ich zitiere noch einmal, dieser Geschlechtstrieb, der stärkste Trieb ist, der uns innewohnt und die Sexualität die stärkste Kraft ist, über die wir verfügen, man könnte auch sagen, die über uns verfügt. Zitat Ende.

Es ist nun einmal so: Der Stärkste hat immer Macht über den Schwachen. Deshalb können die Weltmächte USA und Russland immer das durchsetzen, was sie wollen, selbst wenn es Unrecht ist, was sie durchsetzen. Und das stärkste Gefühl, das wir in uns Menschen erleben, wird sich auch in uns Menschen durchsetzen. So einfach ist das alles. Gefühle haben nun mal die Macht über uns Menschen, was ja Hirnforscher herausgefunden haben. Der Bewusstseinsverstand kann dagegen gar nichts ausrichten, der kann sich Zeit nehmen und eine Pizza backen.

Und auch wie schon mal beschrieben, wird durch dieses stärkste Triebkraftgefühl des Menschen, das immer unbedingt befriedigt werden will und muss, damit keine Aggression, keine Gewalt, erlebt wird, dann als Nebenwirkung neues Leben gezeugt. Und es wird immer Frauen geben, auch wenn es nicht alle Frauen sind, die nun neues Leben durch ihren Brutpflegetrieb immer wieder aufziehen und beschützen, egal, wie schlecht die Zukunftsaussichten dieses neuen gezeugten Menschen auch sein werden, egal, wie zerstört die Welt ist, in der neues Leben hineingeboren wird. Die Natur wird also immer den Sinn des Lebens durchsetzen.

Ich sage an dieser Stelle etwas ganz Entscheidendes: Es ist nicht nur so, dass dieses Geschlechtstriebgefühl das stärkste Triebgefühl ist, das überhaupt in einem Menschen innewohnt und dieser Brutpflegetrieb von vielen Frauen selbst dann noch erlebt wird, wenn man so arm ist, wie viele Menschen, die in Bangladesch auf den Gräbern ihrer Ahnen leben und ihre Brut aufziehen, wenn sie ihr Nahrungstriebgefühl noch einigermaßen befriedigen können. Nein, es gibt zwischen den Ärmsten dieser Welt und den Reichsten dieser Welt keinen Unterscheid bei der Erlebung lebensbejahender Gefühle. Es gibt keinen Unterschied bei einer Geschlechtstriebbefriedigung. Ein Millionär kann unter Umständen zehnmal weniger solche lebensbejahenden Triebgefühle erleben als ein armer Mensch. Es gibt keinen Unterschied bei einer Geschlechtstriebbefriedigung, die ich auf der Motorhaube eines Rolls Royce erlebe oder auf dem Grabstein in Bangladesch. Allenfalls ist das Leben eines armen Menschen kürzer als das eines Millionärs, der vielfach sein Leben durch Selbsttötung verkürzt. Immerhin werden die Ärmsten der Armen ihre stärksten, triebstärksten Jahre noch einigermaßen ausreichend erleben und ersparen sich durch einen früheren Tod alle Krankheiten, die sich durch ein eher beschwerlicheres oder langweiliges Leben dann irgendwann mit Sicherheit einstellen werden.

Es gibt nun ein Problem, das wir Alten haben: Rechts und links sterben alle unsere Freunde und Freundinnen weg. Alle sterben auf nicht gerade wunderbare Weise. Sie alle sterben eher grauenvoll. Um es gleich vorweg zu sagen: Angst vor dem Tod haben wir nicht, aber das elende Sterben bereitet uns Probleme. Wenn Soldaten aus dem Krieg kommen, heißt es, sie sind traumatisiert durch das Leid, was sie erlebt haben. Genauso traumatisiert kann man auch werden, wenn man das Leid durch das Sterben ohne Krieg erlebt, durch das grauenvolle Sterben ohne Krieg erlebt, muss man dazu sagen.

Tiere haben es da auf eine Art besser als Menschen. Sie wissen nicht, dass sie sterben müssen, erst im Todeskampf erleben sie das. Der Mensch dagegen weiß schon seit frühester Jugend, dass er sterben muss. Aber in den jungen triebstarken Jahren haben die lebensbejahenden Triebgefühle die Macht über den Bewusstseinsverstand und verdrängen erfolgreich das Sterben. Denn Gefühle sind stärker als der Bewusstseinsverstand. Aber im Alter versiegen sehr stark die lebensbejahenden Triebgefühle. Der Mensch zerfällt langsam und auf einmal gewinnt der Bewusstseinsverstand immer mehr an Bedeutung. Zum ersten Mal könnte der Bewusstseinsverstand Macht über unsere schwindenden Gefühle erleben, er könnte Macht über unser Leben gewinnen, indem er durch Erfinden und Erforschen es schafft, einen süßen manipulierten Cocktail zu mixen, den wir trinken an einem schönen Tag, bei herrlichem Sonnenuntergang und damit durch eine Selbstbestimmung über unser Leben wir dann ruhig ohne Todeskampf sterben könnten. Wir könnten jetzt zum ersten Mal wirklich sagen: Es ist schön, kein Tier zu sein, sondern ein Mensch zu sein.

Aber genau das verwehrt uns unser Bewusstseinsverstand und wir haben manchmal das Gefühl, dass es Tiere bei uns Menschen besser haben. Wenn ein Tier krank ist, wird es einfach eingeschläfert, ohne dass es leiden braucht. Genau dasselbe Narkosemittel, das Tierärzte spritzen, bekommen die Menschen in der Schweiz z. B. zu trinken, bei der Sterbehilfeorganisation Dignitas. Wir noch Überlebenden, die in jeder Minute dasselbe Sterben erleben werden, wie es alle unsere geliebten Freunde und Freundinnen erlebten, wir verstehen nicht, warum der Mensch mit seinem Bewusstseinsverstand, auf den der Mensch so stolz ist, nicht erlaubt, dass man durch einen manipulierten süßen Cocktail sterben darf, dann, wann wir es selbstbestimmt wollen. Unser Leben, unser Körper, gehört uns alleine und es sollte egal sein, warum wir selbstbestimmt sterben wollen, egal, ob aus Langeweile im Alter, und wir nicht auf eine Krankheit erst warten brauchen, die mit Sicherheit kommt, denn niemand stirbt gesund, oder ob wir sterben wollen, weil wir Depressionen erleben und deshalb, wie der Pilot eines Flugzeugs, der ebenfalls nach einem einfachen Weg zunächst gesucht hatte, sich das Leben zu nehmen, nun sich gezwungen sah, gegen eine Felswand zu fliegen und viele unschuldige Menschen mit in den Tod riss. Wir alle würden unsere letzten Tage oder vielleicht Jahre psychisch besser zu Ende leben, könnten wir, wenn wir es wollen, jederzeit an einen manipulierten süßen Cocktail herankommen, statt nur mit der Angst eines grausamen Todes sterben zu müssen, weiterleben und nur die Chance haben, sich entweder vor einen Zug zu werfen oder vom Hochhaus zu springen oder, wenn man die Chance hat, an eine Waffe heranzukommen, sich dann zu erschießen und man dann doch nicht den Mut dazu hat.

Ich möchte nun aus dem Buch von Udo Reiter – „Gestatten, dass ich sitzen bleibe“ – das 2013 erschien und sich Udo Reiter, der ehemalige Intendant des mdr nach nicht langer Zeit nach der Veröffentlichung seines Buches, sich dann mit 70 Jahren erschoss, zirka zwei Seiten wörtlich zitieren, das am besten beschreibt, wie die meisten von uns Alten denken. Ich habe großen Respekt vor Udo Reiter und Gunter Sachs, der sich auch erschoss, obwohl es ihm so schlecht gar nicht einmal ging zu diesem Zeitpunkt und der beste Beweis dafür ist, dass Geld nicht alles ist im Leben. Davon hatte Gunter Sachs genug.

Nun lasse ich Udo Reiter zu Wort kommen in der Originalfassung. Ich zitiere wörtlich:

„Mir als interessiertem Laien stellt sich heute vor allem eine Frage: Woher nehmen Politiker, Kleriker und Medizinfunktionäre das Recht, über meinen Tod zu entscheiden? Das Recht auf Selbstbestimmung ist die Grundlage unserer Verfassung. Für alle Lebensbereiche wird es eingefordert. Nur das Recht auf den eigenen Tod will man uns nicht einräumen. Hier wird theologisch argumentiert und psychiatrisch, hier werden alle möglichen medizinischen und juristischen Gesichtspunkte bemüht, die mein Selbstbestimmungsrecht in diesem speziellen Fall angeblich außer Kraft setzen. Als Gunter Sachs seinem langen und schönen Leben im hohen Alter aus Angst vor drohender Debilität mit einem Schuss ein Ende setzte, erklärte irgendein aufgeblasener Psychiatrieprofessor im Fernsehen, dass Sachs wegen einer offensichtlichen depressiven Verstimmung nicht mehr im Stande gewesen sei, eine selbständige Entscheidung zu treffen, und man ihn vor sich selbst hätte in Schutz nehmen müssen. Das hat mich empört. Selbst wenn ich eine Depression habe, es ist meine, und sie geht den Professor gar nichts an. Es kann nicht sein, dass andere bestimmen dürfen, wann wir über uns entscheiden können und wann nicht. Das ist das Ende der Idee der Selbstbestimmung, der Anfang des totalitären Betreuungsstaats. Und wenn es eine ‚Fehlentscheidung‘ ist, die ich treffe, dann ist es meine Fehlentscheidung. Es ist die Konsequenz der Freiheit, auch Fehlentscheidungen treffen zu können. Und es gehört zu einer freien Gesellschaft, sein Lebensende selbst festsetzen zu können.

Ich habe trotz Rollstuhl ein schönes und selbstbestimmtes Leben geführt. Ich möchte nicht als Pflegefall enden, der von anderen gewaschen, frisiert und abgeputzt wird. Ich möchte mir nicht den Nahrungsersatz mit Kanülen oben einfüllen und die Exkremente mit Gummihandschuhen unten wieder herausholen lassen. Ich möchte nicht allmählich vertrotteln und als freundlicher oder bösartiger Idiot vor mich hin dämmern. Und ich möchte ganz allein entscheiden, wann es so weit ist und ich nicht mehr will. Ohne Bevormundung durch einen Kardinal, einen Ärztepräsidenten oder einen Bundestagsabgeordneten. Und wenn ich das entschieden habe, möchte ich mich ungern vor einen Zug rollen oder mir, wie das verschiedentlich empfohlen wird, eine Plastiktüte über den Kopf ziehen und mit einem Klebeband eng um den Hals befestigen, bis mir der Sauerstoff ausgeht und ich am Kohlenstoffdioxid ersticke. Ich möchte auch nicht in die Schweiz fahren und mich dort auf einem Parkplatz oder in einem Hotelzimmer von Mitarbeitern der Sterbehilfe Exit einschläfern lassen. Ich möchte bei mir zu Hause, wo ich gelebt habe und glücklich war, einen Cocktail einnehmen, der gut schmeckt und mich dann sanft einschlafen lässt. Dieses Recht auf einen selbstbestimmten Tod ist das Gegenstück zum Recht auf ein selbstbestimmtes Leben. Ich finde es unerträglich, dass eine Allianz aus Politik, Kirche und Ärzteschaft uns dieses Recht immer noch vorenthalten will. Wir sollten uns das nicht gefallen lassen. Wir sollten den Cocktail einfordern als letzte Leistung unserer Krankenkasse. Der Hinweis auf einen möglichen Missbrauch ist lächerlich. Alles im Leben kann man missbrauchen, auch ein Küchenmesser, und der mögliche Missbrauch einer Sache ist nie ein Argument gegen die Sache selbst. Ob es neben den ethischen Einwänden gegen die aktive Sterbehilfe auch ökonomische Interessenlagen gibt, die einer Cocktaillösung im Weg stehen, weiß ich nicht. Wenn man sieht, welche horrenden Rechnungen gerade in den letzten Monaten eines verlöschenden Lebens von Ärzten und Pharmaindustrie ausgestellt werden, könnte einem der Verdacht kommen.

Um es klar zu sagen: Ich freue mich meines Lebens und möchte, solange es irgend geht, dabei sein. Aber wenn es nicht mehr geht, möchte ich nicht in einer Weise abtreten, die ich quälend finde und die meiner bisherigen Lebensweise unwürdig ist.

Wie schon gesagt, kurz nachdem Udo Reiter das geschrieben hatte, erschoss er sich. Meinen Respekt hat er. Ich bin, ehrlich gesagt, leider dazu bisher noch zu feige, das zu tun, was Udo Reiter oder Gunter Sachs getan haben.

© Joachim König, Berlin
geb. 02.07.1941 in Berlin

Berlin, im August 2016


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